Arbeitsgruppe Jugendforum, Schülermitverwaltung und Jugendverbandsgruppen
Teilnehmer/innen dieser AG sind Mitglieder der Schülermitverwaltung Frankfurter Schulen, des Jugendforums Wetzlar, der Jugendorganisation SJD die Falken (alle Teilnehmer/innen sind Schüler/innen von weiterführenden Schulen) und interessierte Erwachsene der politischen Parteien und der Verwaltung.
Diskutiert werden langfristige Beteiligungsformen auf der Grundlage einer Mitgliedschaft in einer Organisation oder durch eine legitimierende Wahl nach demokratischem Vorbild.
In dem intensiven Erfahrungsaustausch wird das hohe Engagement der Jugendlichen deutlich. Alle Beteiligungsmodelle erfordern von ihren Mitgliedern ein enorm hohes Maß an zeitlicher Einsatzbereitschaft und inhaltlichem Befassen mit einem oft komplizierten Regelwerk einer Organisation und deren inhaltlichen Zielsetzungen.
Als größtes Problem in ihrer Arbeit sehen die Jugendlichen die schwierige Mobilisierung an. Da die meisten Jugendlichen durch Schule und Freizeitinteressen weitgehend ausgebucht sind, ist die Bereitschaft sich auf eine zeitintensive Mitarbeit einzulassen eher gering. Für bestimmte Aufgaben finden sich immer die selben, ist die Erfahrung aller Aktiven.
Neben dem Zeitproblem ist die mangelnde Effektivität der Arbeit ein Grund für eine geringe Teilnahme z.B. an Schüler/innenmitverwaltungen. Die Schülerinnen und Schüler sagen deutlich, dass der tatsächliche Einfluß ihrer jeweiligen Organisation ihrer Meinung nach zu gering ist. Ursache dafür sehen sie u. a. darin, daß sie über kein frei verfügbares Budget entscheiden können.
Grundsätzlich herrscht die Meinung vor, daß ein möglichst geringes bürokratisches Regelwerk die Arbeit fördert. Aufwendige Wahlverfahren verlangsamen und hemmen das Engagement. Eine möglichst offene und flexible Form erscheint den Jugendlichen angemessener. So können Erfolg und Mißerfolg einer Aktion zeitnah erkannt werden.
In der Diskussion wird vor allem der Stellenwert der Schule als ein Lebensmittelpunkt der Jugendlichen, als allgemeiner Treffpunkt und als Ausgangsort von Engagement deutlich. Daraus ergibt sich auch eine klare Orientierung auf den Stadtteil.
Mehr Einfluß wünschen sich die Teilnehmer/innen der AG im Bereich der Jugendhäuser (insbesondere bessere Ausstattung mit Personal), der Freizeitgestaltung (z.B. Halfpipe) und im Bereich der Bildung (Lehrpläne, Anzahl der Ausbildungs- und Studienplätze).
Grundsätzlich begrüßen sie die Einrichtung eines Jugendforums in Frankfurt.
Ob dieses stadtweit oder dezentral in den Stadtteilen eingerichtet werden soll, kann wegen der Kürze der Zeit nicht abschließend entschieden werden.
- Konzept der Modellphase der Frankfurter Initiative für Jugendbeteiligung von 1997 - 2000

- Ziele der Frankfurter Initiative für Jugendbeteiligung

- Unterwegs zu einem zentralen Jugendforum für München - Ein Reisebericht -

- Arbeitsgruppe Jugendforum, Schülermitverwaltung und Jugendverbandsgruppen

- Hearing der Frankfurter Initiative für Jugendbeteiligung

- Nachwort
